Yin Yang

 

Das Yin – Yang Konzept ist eines der allerwichtigsten Basiskonzepte in der asiatischen Kultur (Kampfkunst, Medizin und Philosophie). Diese Theorie stammt aus dem taoistischen Gedankengut.

 

Wuji Symbol / DAO

Wuji    Es steht für das Göttliche, die Gesamtheit ohne Anfang und Ende, ohne gut oder schlecht. Es ist die Einheit oder auch das Nichts, die Leere.

Wuji ist der Urzustand des Universums, der Gipfel des Nichts. In diesem Zustand ist alles eins. Hier gibt es keine Gedanken, kein Leben, keinen Tod, kein Anfang und kein Ende. Es ist unterschiedslos vollkommen, unsichtbar, undenkbar, unfassbar. Hier gibt es keine Gestalt und doch ist es der Ursprung allen Seins.

"Dao" wird meist als der "Weg" übersetzt. Jedoch wird im Daodejing (Tao Te King) von Lao Tse der Begriff "Dao" auch als das Absolute, die Einheit, der Ursprung allen Seins verwendet.

Als Bodhidarma den Buddhismus nach China brachte, fehlte es dann oftmals auch an den Richtigen Worten und Übersetzungen. Man benutzte viele Terminologien aus dem Taoismus. Dabei wurde diese Verwendung von "Dao" noch bestärkt. 

 

 

Taiji / Yin Yang Symbol

Taiji/Yin Yang Symbol    Taiji ist die Kraft oder die Mutter der Umwandlung von Wuji zu Yin Yang,- von der Einheit zur Dualität. Manchmal wird daher diese Kraft, Taiji, als Spirale dargestellt. Aus dieser Spirale entstehen dann die bipolaren Urkräfte Yin und Yang, die einander erschaffen, bedingen und zerstören. Die Existenz des Einen ist ohne die gleichzeitige Existenz des Anderen nicht möglich. (Meistens wird jedoch das Yin Yang Symbol selbst, als Taiji Symbol bezeichnet.)     Wuji wird zu Taiji/Yin Yang

Yin und Yang steht für die Polarität im Universum, in der das Leben stattfindet. Aus dieser Dualität entsteht die ganze Schöpfung,- die 10‘000 Dinge, wie es oft genannt wird.

Das Yin Yang Symbol widerspiegelt die Harmonie von Yin und Yang und weist somit darauf hin, dass letzten Endes Yin und Yang doch wieder vereint sind.

 

Yin und Yang Aspekte repräsentieren sich ergänzende und aber auch gegensätzliche Eigenschaften. Die chinesischen Schriftzeichen für Yin und Yang beziehen sich auf die Sonnen- und Schattenseite eines Hügels, wobei Yin für die Schatten- und Yang für die Sonnenseite steht.

 

 

Das Yin Yang Symbol hebt folgende Aspekte besonders hervor:

 

  • Universalität und Relativität (Alles ist in Yin und Yang einteilbar. Jedoch kommt es auf die Relation an. Nichts ist absolut Yin oder Yang. Beispiel: Der Vollmond ist im Vergleich zum Leermond yangig. Bezieht man den Vollmond jedoch auf die Sonne, ist er yinig.)
  • Die Gegensätzlichkeit (gut und schlecht)
  • Gegenseitige Abhängigkeit und Erzeugung (ohne Sonne keinen Schatten)
  • Wechselseitiger Verbrauch (Beispiel: Die Hitze des Feuers (Yang) verdampft, verbraucht das Wasser (Yin).)
  • Wechselseitige Umwandlung (Yin und Yang ist nicht statisch! Sie sind in einem dauernden Wandel. Wenn das Yin am stärksten, grössten ist, entsteht in ihm das Yang und umgekehrt.)
  • Teilbarkeit (Beispiel: kleines Yin und grosses Yin, kalt und eiskalt)
  • Gegenseitige Beeinträchtigung (Yin Mangel führt auch zu Yang Mangel. Beispiel: Ein Treibstoffmangel (Yin) in einem Motor, führt zu einem Energiemangel (Yang).)
  • Gegenseitige Verdrängung (Beispiel: Extremes Yin verdrängt Yang nach innen.)

 

 

8 Trigramme / Fu Xi Gua

Eine bildliche Darstellung der Entstehung und Bedeutung der acht Trigramme, welche die Grundlage der 64 Hexagrammen und somit des I Ging (Das Buch der Wandlungen) bilden.

 von Wuji zu Taiji

 

 

 

 

Fu Xi Gua    Das Fu Xi Gua steht für die perfekte Harmonie der 8 Trigramme. Sie wurden vom legendären Kaiser Fu Xi, ca 2. Jahrtausend v. Chr. entdeckt und in diese perfekt ausgleichende Anordnung gebracht. Jedes Gua gleicht das Gua auf der gegenüberliegenden Seite aus (Die einzelnen Guas betrachtet man aus dem Zentrum heraus). Daraus lässt sich z.B. eine bekannte Weisheit aus dem I Ging ableiten: „Suche die Lösung des Problems auf der gegenüberliegenden Seite.“ 

 

Zusammen erhält man von den beiden gegenüberliegenden Guas immer 9 Balken, was als Zahl der Vollkommenheit angesehen wird.

Das ganze Symbol zeigt auch die harmonische Dynamik, der stetige Wandel von Yin und Yang. Daraus kann man eine weitere Weisheit ableiten: „Alles ist im Wandel.“ (Biàn Yì) Akzeptiere den Wandel, nimm es an und bleibe flexibel. Wenn es mal nicht gut geht, wisse, dass es sich wieder wenden wird. Im Universum gibt es eigentlich nichts Unglückliches. Das macht jeder in sich selbst, mit seinem Denken.

Um diese Weisheit abzurunden noch eine andere, die sich aus dem Wuji, also dem Absoluten, Vollkommenen ableiten lässt und sich auch darauf bezieht: „Es gibt keinen Wandel.“ (Bu Yì) Die universellen Gesetzmässigkeiten, das Vollkommene ändert sich nie.

 

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