Qi Gong Kurse 

 

Durch das langjährige Unterrichten von regelmässigen Taiji/Qi Gong Klassen und einzelnen Kursen, sowie durch das Vermitteln von gesundheitsfördernden Übungen im therapeutischen Sinne an KlientInnen, ist mir aufgefallen, dass ein vertieftes Hintergrundwissen den Praktizierenden helfen würde. Hintergrundinformationen warum etwas und wie es funktioniert, verschafft den Übenden einen tieferen und effektiveren Zugang zum Taiji/Qi Gong und erlaubt ihnen dann allenfalls auch, dass sie gewisse Übungen spezifisch auf sich anpassen können. In normalen Trainings- oder Behandlungsstunden reicht es zeitlich meistens nicht für solche Informationen.

Aus diesem Grund stellen mein Bruder Adrian (Studium für Sport & Gesundheit an Uni Basel, und ebenfalls über 20 Jahre Kampfkunsterfahrung) und ich diese Kurse zusammen. Das Ziel dabei ist, dass sowohl Neueinsteiger, sowie Fortgeschrittene, als auch nicht Taiji/Qi Gong Praktizierende (die Interesse an der Gesundheit, Körperübungen wie z.B. auch Yoga oder generell der chinesischen Philosophie haben) von diesen Kursen profitieren und Inputs (Theorie und Praxis) in Ihre Tätigkeit übernehmen können.

 

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Kurse

Infos (Zeiten, Daten, Kosten, Kursort, Krankenkasse...) zu den Kursen 2017 finden Sie hier als PDF.

 

 

Qi Gong Kurs mit Grundlagewissen und Praxisübungen

Wie und wieso funktioniert Qi Gong? Wie kann ich Übungen auf mich anpassen? Theoretisches Hintergrundwissen mit einfachen Praxisübungen erfahren. 

 

Solche und ähnliche Fragen werden in diesen Kursen auf verschiedene Arten erläutert. Neben den theoretischen Grundlagen gibt es auch verschiedene praktische Übungen, die bei konkreten Beschwerden helfen können.

Für die Kurse sind keine Vorkenntnisse erforderlich. 

 

Gibt es noch offene Fragen (Mail)?

 

 Qi Gong, Atem, Körper, Gesundheit, Wohlfühlen

 

Gerne melde ich mich für den Kurs Qi Gong und Atem im November 2017 an.

 

 

Fortlaufende Taiji Quan und Qi Gong Klassen

 

  • Dienstags 20.35-21.35 Uhr
  • Mittwochs 10.00-11.00 Uhr (in den NW-Schulferien fällt dieser Kurs aus)
  • Donnerstags 19.00-20.00 Uhr 

 

Diese Kurse finden das ganze Jahr statt, ausser über Weihnacht-Neujahr und während den nidwaldner Schulsommerferien.

 

Ein Einstieg mit einer unverbindlichen Probelektion ist grundsätzlich jederzeit möglich. Diese Stunden finden in der KUSHIDO Schule, Dojo Stansstad statt.

 

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Qi Gong

Qi Gong    Das Wort Qi Gong besteht aus zwei Begriffen: Qi „die Lebenskraft“/ „Energie“ und Gong „das regelmässige, ruhige und konzentrierte Üben“. Qi Gong wird als „die Beherrschung der Körperenergie“ oder einfacher als „Energiearbeit“ übersetzt. 

Dies kann durch bestimmte Körperhaltungen, Bewegungen, Atemtechniken sowie durch meditative Konzentration geschehen. Im Qi Gong geht es also um die bewusste Regulierung von Körper, Geist (gedanklich und emotional) und Atem, was immer darauf zielt, einen harmonischen Qi Fluss zu erreichen. Der Fokus ist dabei je nach Qi Gong Form nicht immer gleich ausgerichtet. Das Schöne daran ist aber, dass egal, wo der Hauptaugenmerk bei der praktizierenden Übung ist, immer alle drei reguliert werden. Als Beispiel eine einfach Übung: Versetzen Sie sich mal kurz in Wut und Aufregung und beobachten dabei, wie sich Ihre Körperhaltung und Ihr Atem verändert. Oder beginnen Sie mal herzhaft zu lachen… oder wenn Sie mal aufgebracht sind, atmen Sie 3-4 mal ganz ruhig und tief ein und aus…

Heute umfasst der Begriff Qi Gong unzählige Übungsformen und Systeme, welche in verschiedenen Bereichen wie der Medizin, der Kampfkunst und Spiritualität zur Anwendung kommen.

 

Eine mögliche Entstehungsgeschichte…

Vor vielen tausend Jahren, trat ein Mensch vor seine Höhle, sah die Sonne am Horizont aufsteigen, reckte und streckte sich, atmete tief ein und aus, schnaubte, gähnte und fühlte sich wohl. Weil er sich wohl fühlte, wiederholte er dieses einfache Ritual jeden Morgen, ergänzte es im Laufe der Zeit um weitere Bewegungen und ermunterte seine Familie, es ihm gleich zu tun. Der Mensch war fasziniert von den Erfahrungen, die er machte, forschte weiter, beobachtete die Natur und die Tiere, wie sie sich gesund erhielten. Er spürte ein Strömen in seinem Körper und die entsprechende Veränderungen, die vorgingen, je nachdem, welche Haltungen er einnahm, wie er atmete und was er dachte und fühlte. Der Mensch entdeckte eine Methode, die von Generation zu Generation, bis in unsere Zeit weiterentwickelt wurde und unter dem Namen Qi Gong nun auch hier mehr und mehr Freunde findet…

 

Man nimmt an, dass Hua Tuo (chin. Arzt 110-207 n.Chr.) einer der ersten war, der Übungsabfolgen bewusst für die Gesundheit zusammengestellt und sie therapeutisch eingesetzt hat (Jedoch gibt es Hinweise auf Übungen, die bereits ca 4000 Jahre alt sein sollen). Insofern gilt er indirekt als der Begründer des Tai Chi Quan und des Qi Gong. Hua Tuo erkannte, dass „fliessendes Wasser nicht fault“ und „Türangeln nicht von Holzwürmern angegriffen“ werden. Daher studierte er zahlreiche Bewegungen von Tiger, Bär, Affe, Hirsch und Kranich und schuf daraus eine Übungsabfolge, welche die Muskeln kräftigt und geschmeidig hält und die Blutzirkulation anregt. Wu Qin Xi, das Spiel der fünf Tiere zählen zu den ältesten, bekannten Übungen im Qi Gong.

 

Je nach Zeit und Ort wo das Qi Gong (früher Daoyin genannt, was so viel wie Halte und Dehnübungen bedeutet) praktiziert wurde, unterscheidet man zwischen der Herkunft, z.B. Medizinisches-, Taoistisches-, Buddhistisches-, Kampfkunst- Qi Gong oder man unterscheidet je nach Übungsart in Nei-Gong (Inneres-Qi Gong), Wei-Gong (Äusseres-Qi Gong)  oder zwischen Jing Gong (Übung in körperlicher Ruhe) und Dong Gong (Übung in körperlicher Bewegung).

 

Wie in der „möglichen Entstehungsgeschichte“ angedeutet, war das medizinische Qi Gong wohl die ursprünglichste Form und ist bereits ca 4000 Jahre alt.

Erst später kam der Einfluss des so genannten Schul Qi Gong (Daoismus, Konfuzionismus…). Diese Qi Gong Art zielte vor allem darauf ab, innere Ruhe (geistig und emotional) und Ausgeglichenheit zu schulen.

Das spirituelle Qi Gong, welches durch Bodhidharma begründet worden sein soll, versuchte noch einen Schritt weiter, bis zur Erleuchtung zu gehen. (Bodhidharma (chin. Damo), ein indischer Wandermönch, soll um 500 n.Chr. von Indien nach China gekommen sein und neun Jahre in einer Höhle oberhalb des Klosters Shaolin meditiert haben, bevor er den Zen Buddhismus (chin. Chan-Buddhismus) begründete und die Mönche im Shaolin Kloster darin unterrichtete.)

Die vierte grosse Qi Gong Richtung nennt man auch Kampfkunst Qi Gong. Sie dient dazu, den Körper zu stählern und für den Kampf möglichst unverwundbar zu machen.

 

Diese wichtigsten Einflüsse in der Entwicklung des Qi Gong aus der klassischen chinesischen Medizin, dem Daoismus, Buddhismus und den Kampfkünsten sind heute oftmals miteinander verflossen. Meist lässt sich keine strenge Trennlinie mehr ziehen, da die verschiedenen Strömungen immer mehr ineinander einflossen, sich wieder verzweigten und so miteinander verflochten wurden. 

 

 

Qi Gong Zustand

Am Anfang der Qi Gong-Übung geht es darum, sich in den so genannten Qi Gong Zustand zu versetzen, um die Übungen dann so durchzuführen. Dadurch werden alle Techniken noch viel effektiver und wirkungsvoller.

Grundsätzlich geht es beim Qi Gong Zustand darum, den eigenen Denker zu beruhigen und das Gehirn von den sogenannten Beta- in Alpha- oder gar Theta- Wellen zu versetzen. Das heisst nichts anderes, als die Gedanken auf den Gegenwärtigen Augenblick, ins Hier und Jetzt zu fokussieren und sich nicht von den Gedanken überall hin ablenken lassen. Das ist ein Zustand besonderer Entspannung, aber vollkommener Wachheit, wo Körper und Geist im Einklang sind.

Für den Qi Gong Zustand ist ebenfalls wichtig, dass man sich erdet. Das wird in der Kampfkunstsprache oft mit Unten – Fülle, Oben – Leere ausgedrückt. Damit will man sagen, dass man sich fest verwurzelt (physisch und psychisch) aber trotzdem nicht starr und brüchig wird. So wie ein junger flexibler Baum, der bei einem starken Sturm zwar tiefe, starke Wurzeln hat, aber seine Äste und seinen Stamm mit dem Wind biegen lässt und nicht starr ist, bis er knickt.

Der dritte, wichtige Punkt, um diesen Qi Gong Zustand zu erreichen ist, dass man seine Wahrnehmung nach Innen richtet, auf das Zentrum fokussiert und sich nicht durch Äusserlichkeiten ablenken lässt. Man nennt dies die Verbindung von Yi (Vorstellung) und Qi (Lebensenergie).

Dieser Qi Gong Zustand kann man nicht machen (willentlich), man kann ihn nur wachsen lassen. Jedoch kann man ideale Wachstumsbedingungen herstellen. Nichts desto trotz braucht es Geduld. Es käme auch niemand auf die Idee an wachsendem Gras zu ziehen, damit es schneller wächst.

 

 

Sieben Übungsprinzipien

Es gibt sieben wichtige Prinzipien, die beim Üben von Qi Gong für langjährige Erfolge relevant sind:

  • Ruhe und Wohlspannung (innere Ruhe, geistig wach sein)
  • Ruhe und Bewegung (Ruhe der Gedanken und Ablenkungen; Bewegung des Qi)
  • Obere Leere untere Fülle
  • Verbindung von Yi (Vorstellungskraft/Aufmerksamkeit) und Qi
  • Angemessene Übungspraxis
  • Zusammenspiel von Üben und Nähren
  • Fortschreiten ohne Eile und Erwartung

 

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Taiji Quan / Tai Chi Quan

Taiji Quan ist eine alte chinesische Bewegungskunst, die ganzheitliche Gesunderhaltung, Meditation und Selbstverteidigung beinhaltet. Es ist eine Lebens- und Kampfkunst, welche besonders stark mit der daoistischen Philosophie verbunden ist und dessen Prinzipien umzusetzen versucht. Unter den Kampfkünsten gilt das Taiji Quan als eine Innere Kampfkunst (Nei Gong).

Taiji Quan    Tai bedeutet so viel wie „sehr“ oder „aller“. Ji (im Westen oft auch „Chi“ geschrieben) wird mit „Firstbalken“ (der höchste/ oberste Balken) übersetzt. Quan steht für „Faust“ oder allgemein auch für „chinesische Kampfkunst“. Somit kann man Taiji Quan auch als „Faustkampf des Allerhöchsten“ übersetzen. Der philosophische Ausdruck Taiji deutet auf „das allerhöchste Wirkprinzip“ hin. Es wird im Taiji-Symbol mit der Harmonie zwischen den beiden Polaritäten Yin und Yang dargestellt. (mehr dazu unter Yin Yang)

 

Entstehungsgeschichte

Die Angaben zur Entwicklungsgeschichte des Tai Chi Quan sind teils sehr widersprüchlich und von vielen Legenden umwoben. Selten berufen sich Anhänger des Tai Chi Quan auf Wurzeln, die bis auf die Liang-Dynastie (502–557) zurückgehen sollen. Die meisten der heute Tai Chi Quan Praktizierenden berufen sich auf Vorläufer oder Wurzeln aus dem 10. bis 15. Jahrhundert. Weil früher die Kunst nur innerhalb eines engen Personenkreises (in Klöster oder Familien) weitergegeben wurde, erklärt, warum sich das Tai Chi Quan weitgehendst der offiziellen Geschichtsschreibung entzieht.

Eine weitverbreitete Geschichte erzählt vom daoistischen Mönchen Zhang San Feng (ver. Angaben zu Geburtsjahr: 960 / 1247 / 1279). Er soll das System der weichen Kampfkünste und somit auch das Tai Chi Quan in den Wudangbergen entwickelt haben, nachdem er den Kampf zwischen einem weissen Kranich und einer Schlange beobachtet hatte.

 

Chen Wangting, der gegen Ende der Ming Dynastie (1368-1644) lebte, formte aus alten und neuen Elementen den nach ihm benannten Chen-Stil. Dieser wurde für fünf Generationen nur in seiner Familie weitergegeben, bevor Yang Luchan (ein Diener der Chen Familie, 1799-1872) ihn erlernte, umformte und dann als Yang-Stil weiterlehrte.

Vom Yang-Stil wurde später noch der Wu-Stil und noch später der Su-Stil abgeleitet.

1956 wurde von der staatlichen Körperkultur- und Sportkommission China ein Buch herausgegeben mit dem Titel Jianhua Taijiquan (Vereinfachtes Tai Chi Quan). Die 24 Übungen oder die 24-Schritt Form gilt als die Form mit den geringsten Anforderungen und wurde entwickelt, damit jede und jeder damit etwas für seine Gesundheit tun kann. Die 24 Übungen sind vom Yang Stil, der 108er und 85er- Form abgeleitet und fand dadurch eine sehr grosse Verbreitung. Dieses vereinfachte Tai Chi ist auch unter dem Namen „Peking-Stil“ bekannt.

 

Im letzten Jahrhundert machte das Tai Chi Quan auf die Initiative der chinesischen Regierung grosse Veränderungen in Bezug auf die Art und Weise seiner Ausführung durch. Die meisten explosiven und kraftbetonten Elemente wurden herausgenommen und die lockeren, sanften und anmutigen Teile wurden stärker betont. Der kämpferische Aspekt geriet dadurch in den Hintergrund. Doch das Tai Chi Quan entwickelte sich dadurch zu einer vorzüglichen Übung der Gesundheit. Es wird oft als „Meditation in Bewegung“ bezeichnet. Die langsamen Formen des Tai Chi Quan werden vielfach als eine Form des Qi Gong (Kultivierung der inneren Energie „Qi“) geübt.

 

 

Die 10 Grundregeln

Die folgenden „zehn Grundprinzipien“ von Yang Chengfu (Er gehörte zu den ersten, die ab 1914 eine grössere Anzahl Aussenstehender unterrichtete.) fassen die angestrebte Körper- und Geisteshaltung eines Übenden zusammen. In den verschiedenen Schulen gibt es darüber hinaus eine Vielzahl von weiteren Prinzipien.

  1. Den Kopf entspannt aufrichten
  2. Die Brust zurückhalten und den Rücken gerade dehnen
  3. Das Kreuz/die Taille locker lassen
  4. Die Leere und die Fülle auseinander halten (das Gewicht richtig verteilen)
  5. Die Schultern und die Ellenbogen hängen lassen
  6. Das Yi (意 yì Absicht, Intention) und nicht die Gewaltkraft (力 lì Muskelkraft) anwenden
  7. Die Koordination von Oben und Unten
  8. Die Harmonie zwischen Innen und Außen
  9. Der ununterbrochene Fluss (die Bewegungen sollen fließen)
  10. In der Bewegung ruhig bleiben

 

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Gesundheit

Tai Chi / Qi Gong und Gesundheit

 

„Nimm Dir Zeit für Deine Gesundheit, sonst wirst Du Dir Zeit nehmen müssen für die Krankheit.“

 

Der Körper reguliert in einer Sekunde ca 1000 Parameter ganz automatisch (autoimmun). Das Leben ist ständige Veränderung, Regulation.

Oftmals werden diese autonomen Parameter überschritten, wodurch sich der Körper nicht mehr selber regulieren kann. Durch Übungen des Qi Gong oder Tai Chi nehmen wir bewusst auf spezifische Funktionen Einfluss (z.B. Atmung) und wirken so manuell auf die Regulation ein. Im Qi Gong Zustand gibt man dem Körper die optimale Möglichkeit seine autonomen Regulationen zu stärken/durchzuführen.

Die Verkopftheit und der Stress unserer Gesellschaft behindert diese autoimmune Regulation. Das ständige Denken verbraucht nicht nur enorm Energie (Eine Gehirnzelle verbraucht durchschnittlich ca 12x mehr Energie- Glucose und Sauerstoff- als eine andere Körperzelle), sondern führt auch alle Energie nach oben und entwurzelt uns. Denn dort wo die Aufmerksamkeit ist, dorthin fliesst das Qi. Genau das widerspricht der Empfehlung von Oben Leer – Unten Voll.

 

In China und Asien generell, ist Tai Chi und Qi Gong schon seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens und der traditionellen Chinesischen Medizin. Auch in der westlichen Welt wird Tai Chi/Qi Gong immer häufiger im Gesundheitswesen, im Rahmen der Prävention und Rehabilitation eingesetzt. Durch moderne wissenschaftliche Untersuchungen konnte man schon sehr vielseitige positive Effekte auf unsere Gesundheit nachweisen.

Gesund zu sein bedeutet in der Vorstellung der traditionellen chinesischen Medizin immer, in Übereinstimmung mit der Natur und dem ganzen Kosmos zu leben, im Austausch mit den natürlichen Energien zu stehen und sich selbst in der richtigen Yin-Yang Balance zu halten. Der Mensch steht zwischen Himmel und Erde, die Einheit und Harmonisierung dieser drei Mächte ist das immerwährende Ziel der Lebenspflege und Gesundheit. Solange das Qi ungehindert fliessen kann sind wir gesund. Kommt es zu energetischen Blockaden, führt dies auch zu physischen und/oder psychischen Blockaden (z.B. Schmerzen) und Umgekehrt. Daher ist man im Tai Chi/Qi Gong bestrebt, das stagnierte oder verschmutzte Qi in reines Qi umzuwandeln und wieder in einen harmonischen Fluss zu bringen.

Jede Tai Chi/Qi Gong Technik ist sehr vielseitig einsetzbar. Entscheidend ist, was der Einzelne damit erreichen will. So kann das Tai Chi/Qi Gong Training einen sehr vielfältigen Einfluss auf verschiedene Lebensbereiche haben.

 

Weiter fördert und fordert das regelmässige Training auch Koordination, Gleichgewicht, Beweglichkeit und Haltemuskulatur. Die Übungen sind nicht nur gelenkschonend, sondern sie wirken Gelenkerkrankungen entgegen, da sie die Gelenke schmieren und stärken.

Tai Chi und Qi Gong wirken entspannend auf die Nerven, fördern die Blutzirkulation und bauen das Immunsystem auf. Es reguliert und harmonisiert Körper und Geist, was man als allgemeines Wohlbefinden wahrnimmt.

(Inzwischen liegen auch verschiedene Studien vor, welche die Wirkung dieser Kunst wissenschaftlich belegen.)

 

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Yin Yang

Das Yin – Yang Konzept ist eines der allerwichtigsten Basiskonzepte in der asiatischen Kultur (Kampfkunst, Medizin und Philosophie). Diese Theorie stammt aus dem taoistischen Gedankengut.

 

Wuji Symbol / DAO

Wuji    Es steht für das Göttliche, die Gesamtheit ohne Anfang und Ende, ohne gut oder schlecht. Es ist die Einheit oder auch das Nichts, die Leere.

Wuji ist der Urzustand des Universums, der Gipfel des Nichts. In diesem Zustand ist alles eins. Hier gibt es keine Gedanken, kein Leben, keinen Tod, kein Anfang und kein Ende. Es ist unterschiedslos vollkommen, unsichtbar, undenkbar, unfassbar. Hier gibt es keine Gestalt und doch ist es der Ursprung allen Seins.

"Dao" wird meist als der "Weg" übersetzt. Jedoch wird im Daodejing (Tao Te King) von Lao Tse der Begriff "Dao" auch als das Absolute, die Einheit, der Ursprung allen Seins verwendet.

Als Bodhidarma den Buddhismus nach China brachte, fehlte es dann oftmals auch an den Richtigen Worten und Übersetzungen. Man benutzte viele Terminologien aus dem Taoismus. Dabei wurde diese Verwendung von "Dao" noch bestärkt. 

 

 

Taiji / Yin Yang Symbol

Taiji/Yin Yang Symbol    Taiji ist die Kraft oder die Mutter der Umwandlung von Wuji zu Yin Yang,- von der Einheit zur Dualität. Manchmal wird daher diese Kraft, Taiji, als Spirale dargestellt. Aus dieser Spirale entstehen dann die bipolaren Urkräfte Yin und Yang, die einander erschaffen, bedingen und zerstören. Die Existenz des Einen ist ohne die gleichzeitige Existenz des Anderen nicht möglich. (Meistens wird jedoch das Yin Yang Symbol selbst, als Taiji Symbol bezeichnet.)     Wuji wird zu Taiji/Yin Yang

Yin und Yang steht für die Polarität im Universum, in der das Leben stattfindet. Aus dieser Dualität entsteht die ganze Schöpfung,- die 10‘000 Dinge, wie es oft genannt wird.

Das Yin Yang Symbol widerspiegelt die Harmonie von Yin und Yang und weist somit darauf hin, dass letzten Endes Yin und Yang doch wieder vereint sind.

 

Yin und Yang Aspekte repräsentieren sich ergänzende und aber auch gegensätzliche Eigenschaften. Die chinesischen Schriftzeichen für Yin und Yang beziehen sich auf die Sonnen- und Schattenseite eines Hügels, wobei Yin für die Schatten- und Yang für die Sonnenseite steht.

 

 

Das Yin Yang Symbol hebt folgende Aspekte besonders hervor:

 

  • Universalität und Relativität (Alles ist in Yin und Yang einteilbar. Jedoch kommt es auf die Relation an. Nichts ist absolut Yin oder Yang. Beispiel: Der Vollmond ist im Vergleich zum Leermond yangig. Bezieht man den Vollmond jedoch auf die Sonne, ist er yinig.)
  • Die Gegensätzlichkeit (gut und schlecht)
  • Gegenseitige Abhängigkeit und Erzeugung (ohne Sonne keinen Schatten)
  • Wechselseitiger Verbrauch (Beispiel: Die Hitze des Feuers (Yang) verdampft, verbraucht das Wasser (Yin).)
  • Wechselseitige Umwandlung (Yin und Yang ist nicht statisch! Sie sind in einem dauernden Wandel. Wenn das Yin am stärksten, grössten ist, entsteht in ihm das Yang und umgekehrt.)
  • Teilbarkeit (Beispiel: kleines Yin und grosses Yin, kalt und eiskalt)
  • Gegenseitige Beeinträchtigung (Yin Mangel führt auch zu Yang Mangel. Beispiel: Ein Treibstoffmangel (Yin) in einem Motor, führt zu einem Energiemangel (Yang).)
  • Gegenseitige Verdrängung (Beispiel: Extremes Yin verdrängt Yang nach innen.)

 

 

8 Trigramme / Fu Xi Gua

Eine bildliche Darstellung der Entstehung und Bedeutung der acht Trigramme, welche die Grundlage der 64 Hexagrammen und somit des I Ging (Das Buch der Wandlungen) bilden.

 von Wuji zu Taiji

 

 

 

 

Fu Xi Gua    Das Fu Xi Gua steht für die perfekte Harmonie der 8 Trigramme. Sie wurden vom legendären Kaiser Fu Xi, ca 2. Jahrtausend v. Chr. entdeckt und in diese perfekt ausgleichende Anordnung gebracht. Jedes Gua gleicht das Gua auf der gegenüberliegenden Seite aus (Die einzelnen Guas betrachtet man aus dem Zentrum heraus). Daraus lässt sich z.B. eine bekannte Weisheit aus dem I Ging ableiten: „Suche die Lösung des Problems auf der gegenüberliegenden Seite.“ 

 

Zusammen erhält man von den beiden gegenüberliegenden Guas immer 9 Balken, was als Zahl der Vollkommenheit angesehen wird.

Das ganze Symbol zeigt auch die harmonische Dynamik, der stetige Wandel von Yin und Yang. Daraus kann man eine weitere Weisheit ableiten: „Alles ist im Wandel.“ (Biàn Yì) Akzeptiere den Wandel, nimm es an und bleibe flexibel. Wenn es mal nicht gut geht, wisse, dass es sich wieder wenden wird. Im Universum gibt es eigentlich nichts Unglückliches. Das macht jeder in sich selbst, mit seinem Denken.

Um diese Weisheit abzurunden noch eine andere, die sich aus dem Wuji, also dem Absoluten, Vollkommenen ableiten lässt und sich auch darauf bezieht: „Es gibt keinen Wandel.“ (Bu Yì) Die universellen Gesetzmässigkeiten, das Vollkommene ändert sich nie.

 

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